News-Archiv 2016

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2017

12/2016 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns auf viele weitere nette Kontakte im kommenden Jahr.


Budget für Weihnachtsgeschenke liegt bei durchschnittlich 280 Euro

12/2016 - Spielwaren, Gutscheine und Bekleidung sind auch in diesem Jahr die Dauerbrenner unter dem Weihnachtsbaum. Insgesamt möchten 90 Prozent der Deutschen etwas zu Weihnachten verschenken und planen, dafür durchschnittlich 280 Euro auszugeben. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage kann der Handel daraus – wie im letzten Jahr – mit einem Umsatzvolumen für Geschenke von rund 14,3 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft rechnen. Eine Sonderumfrage der GfK kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass jeder zweite Deutsche ein Fan des Weihnachtsfests ist.

 

Das Budget für Weihnachtsgeschenke bleibt auch in diesem Jahr auf konstant hohem Niveau. Mit 280 Euro liegen die geplanten Ausgaben 6 Euro über dem Vorjahresniveau. „Auch Bargeld wird wie bereits in den vergangenen Jahren ein beliebtes Geschenk sein. Das dürfte vor allem in den Tagen nach dem Fest zu einem Großteil in die Kassen der Händler fließen. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro umfassen“, erklärte Dr. Wolfgang Adlwarth, GfK-Handelsexperte, bei einer Pressekonferenz von GfK.

 

Das Weihnachtsbudget zeigt erwartungsgemäß deutliche Unterschiede je nach Alter und Einkommen. Während junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren durchschnittlich 125 Euro für Geschenke einplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter bis auf 356 Euro bei den Über-55-Jährigen. Die 14- bis 24-Jährigen reduzieren ihr Budget um 9 auf 125 Euro. Dagegen planen die Verbraucher im Alter von 55 bis 75 Jahren in diesem Jahr 32 Euro mehr auszugeben. Damit steigt ihr Weihnachtsbudget um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2015: 324 Euro).

 

Der Blick auf die Einkommenssituation der Haushalte zeigt ein ähnliches Bild. Das Ausgabeverhalten bei Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis 1.499 Euro bleibt mit 169 Euro auf dem Vorjahresniveau. Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 1.500 bis 2.499 Euro geben mit durchschnittlich 260 Euro dieses Jahr 8 Euro mehr aus. Dagegen sinken die durchschnittlich geplanten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bei den Befragten in Haushalten mit einem Nettoeinkommen von 2.500 bis 3.499 Euro von 299 auf 282 Euro. Ab einem Haushaltseinkommen von 3.500 Euro erhöhen die Deutschen ihr Weihnachtsbudget um 14 Euro auf insgesamt 381 Euro.



Mit Traumpreisen locken Betrüger Amazon-Kunden

12/2016 - Die Stiftung Warentest warnt vor Betrügern, die mit günstigen Angeboten im Amazon Marketplace, dem Händlerportal des Onlinekaufhauses, Kunden in die Falle locken. Wer dort bestellt, verliert in der Regel sein Geld. Der Betrug über falsche Onlineshops hat besonders vor Weihnachten Hochkonjunktur. Wie man Fakeshops erkennen kann und sich vor Abzocke schützt, beschreiben die Warentester in der Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift test und auf www.test.de/fakeshops.

 

Eine Systemkamera für extrem günstige 250 statt für rund 1.500 Euro, der Kaffeevollautomat zum halben Preis. Die Masche der Betrüger ist immer dieselbe: Die günstigen Preise ziehen Interessenten an. Der Händler verlangt, ihn per E-Mail zu kontaktieren, statt die Ware über den Amazon-Warenkorb zu bestellen. Per Mail bestätigt der Händler dann die Bestellung und verlangt Zahlung per Vorkasse. Wer sich darauf einlässt, sieht in der Regel weder das Geld wieder noch die vermeintlich bestellte Ware. Amazon scheint dabei überfordert. Der Kundenservice fühlt sich nicht zuständig und auch die Kontrollmechanismen, die Amazon anwendet, um Betrügern keine Plattform zu bieten, sind oberflächlich.

 

Eigene Skepsis ist deshalb gefragt, besonders, wenn Artikel zu extrem günstigen Preisen angeboten werden. Außerdem sollte man nie per Vorkasse bezahlen. Bietet der Händler keine seriösen Zahlungsmittel wie Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal an, heißt es: Finger weg. Verdächtig ist es immer, wenn der Händler verlangt, ihn per E-Mail zu kontaktieren und den Kauf nicht über den Amazon-Warenkorb abwickeln will. Auch von positiven Bewertungen sollte man sich nicht beeindrucken lassen, auch sie können gefälscht sein. Wer trotzdem reinfällt, hat wenige Chancen, sein Geld wieder zu sehen. Die Polizei kann die Verbrecher kaum zurückverfolgen, denn manche Shops bestehen nur wenige Stunden.



Beim Thema Pflege trifft Ahnungslosigkeit auf Unbehagen

12/2016 - Fast jeder zweite Deutsche (47 Prozent) traut sich aufgrund seines unzureichenden Kenntnisstands nicht zu, eine Meinung zur anstehenden Pflegereform, die ab Januar 2017 wirksam wird, zu äußern. Bei der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen ist die Unkenntnis mit 57 Prozent am größten. Der geringe Wissensstand der Befragten spiegelt sich auch in der Einschätzung der mit einer Pflegebedürftigkeit entstehenden Kosten wider. Nur etwa 15 Prozent der Befragten trauen sich zu, die Kosten einer ambulanten (13 Prozent)* oder stationären Pflege (16 Prozent)** "ganz gut" einschätzen zu können.

 

Die Deutschen sind besorgt

Die Unkenntnis über das Thema Pflegebedürftigkeit trifft bei den Befragten auf großes Unbehagen: 70 Prozent fürchten sich davor selber pflegebedürftig zu werden. Zwei Drittel befürchten, dass nahe Angehörige pflegebedürftig werden könnten. Auch bei der Beurteilung der Zukunft des Gesundheitssystems herrscht große Skepsis: 75 Prozent der Befragten sind besorgt und fürchten, dass die Versorgung in der Zukunft immer schlechter wird. Beinahe vier von fünf Befragten (78 Prozent) geben daher an, dass es aus ihrer Sicht notwendig ist, mit einer privaten Pflegeversicherung vorzusorgen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage von Heute und Morgen im Auftrag der Zurich Gruppe Deutschland.

 

Private Pflegeversicherung: Hoher Informations- und Beratungsbedarf

Jedoch fühlen sich 80 Prozent der Deutschen auch bei der privaten Pflegeversicherung nur mittelmäßig bis gar nicht informiert. Es besteht immenser Informations- und Beratungsbedarf. Um den Informationsstand sowohl zur gesetzlichen als auch privaten Absicherung zu verbessern, organisieren die Zurich Agenturen in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Konsortialpartner IDEAL Lebensversicherung a. G. Kundenveranstaltungen. Im Rahmen dieser Events können alle Fragen der Kunden beantwortet und Sorgen geteilt werden. Grundsätzlich steht laut der Zurich Befragung die Bevölkerung privaten Pflegeversicherungen offen gegenüber. Die Sorgen vor einer Pflegebedürftigkeit sind den Befragten präsent. Ein großes Thema ist die Demenz, die häufig ein größeres Unbehagen auslöst als die rein körperliche Pflegebedürftigkeit. Außerdem befürchten zwei Drittel der Befragten, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht mehr halten können.

 

Das bringt die Pflegereform 2017 mit sich

Ein neues Begutachtungsverfahren und die Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade sind Kernpunkte der Pflegeversicherungsreform, die ab Januar 2017 wirksam wird. Menschen können so, je nach ihren konkreten Bedürfnissen, genauer begutachtet werden und entsprechend ihrer Einschränkungen im Alltag Leistungen erhalten. Wer bereits Pflegeleistungen bezieht, wird in das neue System überführt, ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen. Die Versicherer arbeiten derzeit an neuen Pflegerentenversicherungstarifen. Auch die Zurich Gruppe in Deutschland wird mit dem Konsortialpartner IDEAL Lebensversicherung a.G. ab Januar 2017 ein neues, an die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasstes Pflegerentenprodukt präsentieren.

 

Über die Studie

Im Rahmen der Studie "Zurich Pflegestudie 2016" hat das unabhängige Marktforschungs- und Beratungsinstitut Heute und Morgen im Auftrag der Zurich Versicherung unter anderem den Informationsstand und die grundsätzliche Einstellung der Befragten zur gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung erhoben. Hierfür wurden im Zeitraum vom 22. Juni bis zum 30. Juni 2016 1.000 Berufstätige im Alter von 30 bis 65 Jahre befragt. Die Studienergebnisse sind unter www.zurich.de/presse zu finden.

 

* Die Kosten für die ambulante Pflege vom Pflegedienst betragen für
Pflegegrad 3 rund 2.600 Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt:
Pflegestatistik 2013, Stand März 2015 sowie Datenreport 2016,
Bundesministerium für Gesundheit 2016 sowie Berechnungen der IDEAL
Lebensversicherung a.G.

** Die durchschnittlichen Kosten für vollstationäre Pflege mit
Pflegegrad 4 (bisher: Pflegestufe 3) durchschnittlich 3.500 Euro.
Quelle: Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2013, Stand März
2015 sowie Datenreport 2016, Bundesministerium für Gesundheit 2016
sowie Berechnungen der IDEAL Lebensversicherung a.G.



Immobilienkredite: Vorzeitige Ausstieg teuer wie nie

11/2016 - Ein früher Ausstieg aus einem Immobilienkredit ist derzeit so teuer wie nie. Für die vorzeitige Rückzahlung des Kredits verlangen Banken zurzeit Rekordsummen, oft 20 Prozent der Restschuld und mehr. Ein Grund für die extremen Bankforderungen sind die stark gesunkenen Zinsen am Kapitalmarkt. Zusätzlich kassieren viele Banken aber mehr an Vorfälligkeitsentschädigung, als ihnen nach der Rechtsprechung zusteht. Worauf Kunden achten müssen, die ihren Kredit vorzeitig ablösen wollen, erklärt Finanztest in der November-Ausgabe und online auf www.test.de/immobilienkredit-ausstieg

Wer zurzeit wegen einer Scheidung oder anderen Umständen sein Haus oder seine Wohnung verkaufen muss und seinen Immobilienkredit vorzeitig zurückzahlen will, hat ein Problem. Denn für die vorzeitige Rückzahlung sollen Kunden teilweise mehr Entschädigung an die Bank leisten, als sie an Zinsen in der restlichen Kreditlaufzeit hätten zahlen müssen. Das liegt an den ins Minus gerutschten Renditen von Pfandbriefen. Denn die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet sich vor allem aus der Differenz zwischen den aktuellen Pfandbriefrenditen und dem Darlehenszins des Vertrags.

Zusätzlich teuer wird der vorzeitige Ausstieg, weil viele Banken zum Nachteil der Kunden rechnen. Oft berücksichtigen sie Sondertilgungsrechte oder Tilgungssatzerhöhungen nicht. Oder sie ziehen zu niedrige Beträge für das Kreditrisiko ab, das sie im Vorfeld eingerechnet haben und das durch die Rückzahlung entfällt. Ein weiterer verbreiteter Fehler der Banken hängt mit dem Abrechnungszeitraum zusammen. Oft kalkuliert die Bank bereits vorab die Vorfälligkeitsentschädigung und behält sich eine Neuberechnung vor, falls sich die Zinsen am Kapitalmarkt bis zum Rückzahlungstermin ändern. Die Neuberechnung erfolgt aber oft nur in den Fällen, in denen die Bank eine höhere Entschädigung fordern kann. In den Fällen, in denen die Kunden profitieren würden, entfällt die Neuberechnung.


Schenken statt Vererben?

11/2016 - Auch in diesem Jahr wird in Deutschland wieder viel Geld vererbt werden. Denn die Deutschen sind wohlhabend wie nie zuvor. Auf über 12 Billionen Euro summiert sich das Immobilien- und Geldvermögen der privaten Haushalte. Darauf weist der Bundesverband deutscher Banken in einer Pressemitteilung hin. Danach müssen Erben und Beschenkte damit rechnen, dass auch der Staat die Hand aufhält - wenn Freibeträge bei Schenkungen oder Erbschaften überschritten werden.

Der Bankenverband erklärt: Nach § 16 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz gelten grundsätzlich folgende persönliche Freibeträge für Schenkungen und Erbschaften:

• Für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro

• Für jedes Kind 400.000 Euro

• Für jedes Enkelkind 200.000 Euro

• Für Geschwister, Nichten und Neffen jeweils 20.000 Euro

• Für Nichtverwandte ebenfalls jeweils 20.000 Euro.

Darüber hinaus gehende Vermögensbeträge seien grundsätzlich steuerpflichtig. Was viele nicht wüssten: Die genannten persönlichen Freibeträge könnten nach Ablauf von zehn Jahren erneut in Anspruch genommen werden. Bei größeren Familienvermögen könne es also ratsam sein, Schenkungen zu Lebzeiten rechtzeitig zu planen. Und: Unter Eheleuten oder eingetragenen Lebenspartnern sei die Schenkung des selbstgenutzten Eigenheims immer steuerfrei, unabhängig vom Wert der Immobilie.

Zu beachten sei, dass Vermögensübertragungen zu Lebzeiten innerhalb der Familie vom Finanzamt nur anerkannt werden, wenn sie formalen rechtlichen Vorschriften entsprechen. Im Zweifel könne es sich deshalb auszahlen, einen Notar, Steuerberater oder Steuerjuristen zu Rate zu ziehen.

 


Versicherungen: online informieren, offline abschließen

11/2016 - Vier von fünf Deutschen (82 Prozent) informieren sich online vor dem Versicherungskauf. Eine Mehrheit (55 Prozent) kann sich aber auch in Zukunft nicht vorstellen, eine Versicherung im Internet abzuschließen. Das geht aus einer repräsentativen GfK-Befragung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Die Ablehnung von Online-Abschlüssen zieht sich durch alle Altersgruppen. Selbst bei den unter 30-Jährigen wollen 40 Prozent auch in Zukunft Versicherungen nicht im Internet kaufen. „Wir haben es – anders als man gemeinhin vermutet – somit nicht mit einer aussterbenden Zielgruppe zu tun, die den personellen Vertrieb nutzt. Er wird auch in Zukunft ein wichtiger Kanal bleiben“, sagt Christian-Hendrik Noelle, Geschäftsführer Digitale Agenda, IT und Services des GDV.
40- bis 49-Jährige sind die häufigsten Online-Abschließer

Ob eine Versicherung online oder beim Vermittler abgeschlossen wird, ist ebenso keine Frage des Alters: 27 Prozent der über 60-Jährigen haben bereits eine Versicherung im Internet gekauft. Bei den unter 30-Jährigen liegt der Anteil mit 30 Prozent kaum höher. Am häufigsten haben die 40 bis 49-Jährigen eine Versicherung online abgeschlossen (36 Prozent).

Digitale Kommunikationsangebote werden für Kunden immer wichtiger: 46 Prozent der Befragten erwarten heutzutage, ihre Versicherungsverträge auch online verwalten zu können. 43 Prozent sehen eine automatisierte Schadenregulierung von Klein-Unfällen über das Smartphone als sehr sinnvoll an. „Wir müssen unseren Kunden Mehrwerte bieten und sie mit Informationen und Angeboten da erreichen, wo sie diese am besten nutzen können und wollen – und letztlich auch erwarten“, sagt Andrea van Aubel, Vorstand IT und Digitalisierung der AXA Konzern AG.


Private Rentenversicherung: Weniger Garantie, mehr Risiko

10/2016 - Wer später eine sichere monatliche Rente beziehen möchte, der solle nach Ansicht der Stiftung Warentest keine der neuartigen privaten Rentenversicherungen abschließen, die aktuell unter den Namen „Neue Klassik“ und Indexpolicen angeboten werden. Die Anbieter lassen sich zu viele Hintertürchen zum Nachteil der Kunden offen. Wie hoch die Rente einmal ausfallen wird, sei für die Kunden völlig unklar. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest, für die sie 18 aktuelle Angebote für private Rentenversicherungen geprüft hat. Veröffentlicht sind die Ergebnisse auch auf www.test.de/rentenversicherung

Viele Anbieter haben demnach neue Produkte entworfen, die sie als Rentenversicherungen verkaufen und als Alternativen zu klassischen Verträgen anbieten. Gegenüber den alten Rentenversicherungen seien die Garantiezinsen bei ihnen gesenkt. Meistens würde nur der Erhalt der vom Kunden eingezahlten Beiträge garantiert. Als Ausgleich stellten die Versicherer höhere Überschüsse in Aussicht. Doch diese Versprechungen könnten sich jederzeit ändern. Zur unsicheren Verrentung komme also ein Glücksspiel mit den Überschüssen.

Wer könne, solle stattdessen die staatliche Förderung bei der Altersvorsorge nutzen, so die Stiftung Warentest. Das könne die Riester-Förderung sein, eine Betriebsrente oder für gut verdienende Selbstständige eine Rürup-Rente. Ungeförderte Rentenversicherungen jeglicher Art lohnten sich kaum noch. Wer jedoch keine staatliche Förderung bekäme, aber eine sichere und planbare Altersvorsorge benötige, der solle ein günstiges klassisches Produkt wählen. Diese fänden sich bei Versicherern ohne Außendienst. Bis Ende 2016 sichere man sich noch den Garantiezins von 1,25 Prozent, 2017 soll es nur noch 0,9 Prozent geben.


Bankenverband: Digitale Hürden müssen abgebaut werden

10/2016 - „Die Digitalisierung bietet immense Chancen für die deutsche Wirtschaft. Um diese effektiv nutzen zu können, müssen aber bestehende Hürden abgebaut werden“, sagt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes zum Grünbuch „Digitale Plattformen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). „Es bestehen noch zu viele rechtliche Barrieren, um Kundenprozesse durchgängig digital abbilden zu können. Solange zum Beispiel Kreditverträge der Schriftform bedürfen, können Banken das volle Potenzial digitaler Prozesse nicht ausschöpfen“, so Kemmer. Der Bankenverband begrüßt daher die Initiative der Bundesregierung, einen neuen „Ordnungsrahmen für digitale Märkte“ zu entwickeln.

Ziel eines solchen Ordnungsrahmens muss auch sein, dass die Chancen- und Wettbewerbsgleichheit zwischen neuen Marktteilnehmern wie digitalen Plattformen und etablierten Anbietern hergestellt bzw. gewahrt bleiben. „Eine Besonderheit digitaler Plattformen gegenüber klassischen Geschäftsmodellen liegt gerade darin, dass sie Ressourcen Dritter nutzen, die sie in ihre Services integrieren. An dieser Stelle muss darauf Acht gegeben werden, dass sie keinen regulatorischen Vorteil daraus ziehen. Das gilt insbesondere für die Erfüllung von Informationspflichten oder die Nutzung von Kundendaten. Hier ist eine bessere Balance zwischen Innovation und fairen Wettbewerbschancen notwendig“, betont Kemmer.


BdSt warnt vor flächendeckenden Grundsteuererhöhungen

10/2016 - Der Staat darf das Wohnen nicht weiter verteuern! Das betont der Bund der Steuerzahler (BdSt) mit Blick auf den Startschuss für das parlamentarische Verfahren zur Grundsteuerreform, den der Bundesrat gegeben hat. Aus diesem Anlass warnt BdSt-Präsident Reiner Holznagel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor Steuererhöhungen auf breiter Front: „Meine Sorge ist, dass uns eine aufkommensneutrale Reform versprochen wird und wir am Ende flächendeckende Steuererhöhungen sehen werden.“ Der Verband weist darauf hin, dass in vielen Gemeinden die Grundsteuer-Hebesätze bereits seit Jahren massiv ansteigen. Der BdSt macht deutlich: Die Grundsteuer ist eine Volkssteuer, weil sie alle trifft – nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter. Deshalb fordert der BdSt eine Reform mit Augenmaß! Der Staat darf das Wohnen durch eine höhere Grundsteuer nicht noch teurer machen!

Zum Hintergrund:
Der von 14 Bundesländern unterstützte Vorschlag zur Grundsteuerreform ist am 23. September 2016 in den Bundesrat eingebracht worden. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Bundestag das Gesetzgebungsverfahren noch in dieser Legislaturperiode abzuschließen. Das Vorhaben selbst wird jedoch die Verwaltung noch längere Zeit beschäftigen, da rund 35 Millionen Grundstücke neu bewertet werden müssen. Die Bundesländer rechnen damit, dass die organisatorischen Vorarbeiten nicht vor dem Jahr 2022 abgeschlossen sein werden. Tatsächlich gezahlt würde die Grundsteuer auf Basis der neuen Werte dann womöglich erst 2027. Es ist zu erwarten, dass sich auch das Bundesverfassungsgericht noch mit dem geltenden Bewertungsrecht befassen wird, denn dem Gericht liegen mehrere Verfahren dazu vor.


Pokémon-Go Spieler brauchen keinen extra Schutz in der Unfallversicherung

09/2016 - Der Versicherer Barmenia hat gemeinsam mit dem InsurTech Startup KASKO die „Unfallversicherung Trainer-Schutz“ auf den Markt gebracht, die unter anderem mit der Unfallgefahr beim Spiel „Pokémon-Go“ wirbt. Die Versicherungsexperten der Stiftung Warentest haben sich das Angebot angesehen und kommen zu dem Ergebnis, dass ein extra Unfallschutz für Pokémon-Spieler nicht notwendig ist. Denn wer schon eine Unfallversicherung hat, braucht keine zusätzliche Police. Wer eine abschließen möchte, sollte gleich einen umfassenden Schutz wählen. Testergebnisse von Unfallversicherungen finden sich hier: www.test.de/unfallversicherung.

Monster jagen kann gefährlich sein. Zwei Gamer in Kalifornien stürzten bei der Jagd von einer Klippe und verletzten sich schwer, ein während der Fahrt spielender Autofahrer in Baltimore rammte ein anderes Fahrzeug. Unter anderem mit den Unfallgefahren beim Spiel „Pokémon-Go“ werben Barmenia und Kasko für ihre „Unfallversicherung Trainer-Schutz“ für 35 Euro für 12 Monate, danach endet der Vertrag automatisch. Versichert sind Unfälle weltweit und rund um die Uhr. Erleidet der Versicherungsnehmer durch einen Unfall eine dauerhafte Beeinträchtigung, zahlt der Versicherer je nach Verletzung einen einmaligen Betrag. Außerdem erhält der Schutz eine Leistung im Todesfall und die Erstattung für Such-, Bergungs- oder Rettungseinsätze.

Die maximale Leistung bei Invalidität beträgt bei der „Unfallversicherung Trainer-Schutz“ 30.000 Euro. Das ist zu wenig, so die Stiftung Warentest in einer Pressemitteilung. Bei Vollinvalidität sollte dem Versicherten laut Stiftung Warentest mindestens eine Leistung von 500.000 Euro zustehen.


Schöneres Zuhause beginnt für Deutsche draußen

09/2016 - Laut einer GfK-Studie möchten die Deutschen in ihrem Zuhause am ehesten ihren Garten, ihr Grundstück beziehungsweise ihre Terrasse verändern (29 Prozent). Am zweithäufigsten nennen die befragten Internetnutzer in Deutschland die Größe und Raumaufteilung sowie die Möbel (jeweils 28 Prozent).

Im Rahmen einer internationalen GfK-Studie wurden 27.000 Internetnutzer in 22 Ländern befragt, welche Aspekte ihres Zuhauses sie am meisten ändern oder verbessern wollen, wenn sie könnten. Aus zehn Antwortmöglichkeiten, unter denen eine Mehrfachauswahl möglich war, nennen die Befragten im internationalen Durchschnitt am häufigsten die Inneneinrichtung und das Design (39 Prozent), gefolgt von der Größe und Raumaufteilung (38 Prozent) sowie den Möbeln (35 Prozent).

Frauen geben im internationalen Durchschnitt am häufigsten an, die Inneneinrichtung und das Design der Wohnung verändern zu wollen (43 Prozent). Die Möbel werden von 40 Prozent der Internetnutzerinnen genannt, gefolgt von der Größe und Raumaufteilung (39 Prozent). Letzteres steht bei den Männern ganz oben auf der Liste der Veränderungswünsche. Im internationalen Durchschnitt führen 37 Prozent der männlichen Befragten an, am ehesten die Größe und Raumaufteilung verändern zu wollen. Haushaltsgeräte beziehungsweise die Inneneinrichtung und das Design stehen für 35 Prozent auf der Wunschliste.

In Deutschland setzten Frauen und Männer andere Prioritäten als der internationale Durchschnitt. Frauen möchten am ehesten die Größe und Raumaufteilung ihres Zuhauses verändern (31 Prozent). Die Möbel beziehungsweise die Inneneinrichtung und das Design nennen jeweils 30 Prozent der Internetnutzerinnen.

Männer in Deutschland möchten am ehesten ihren Garten, ihr Grundstück oder ihre Terrasse verändern (28 Prozent), führen aber ebenfalls die Ordnung bei sich zu Hause als verbesserungswürdig an (28 Prozent). 26 Prozent der männlichen Internetnutzer würden wiederum ihre Möbel ändern.


Finanztipps für Azubis

09/2016 - Für viele junge Menschen fängt im September ein spannender neuer Lebensabschnitt an: Sie starten ihre Berufsausbildung. Damit kommen viele ungewohnte Herausforderungen auf sie zu – auch in finanzieller Hinsicht. Der Bundesverband deutscher Banken gibt in einer Pressemitteilung Finanztipps für Auszubildende:

  • Girokonto eröffnen: Mit Beginn der Ausbildung stellt sich für Azubis die Frage nach einem kosten­günstigen Girokonto. Für Minderjährige fallen in der Regel keine Kontoführungs­gebühren an, doch wer volljährig ist, sollte mehrere Angebote im Hinblick auf Leistungen und Gebühren vergleichen.
  • Polster für finanzielle Notfälle schaffen: Auszu­bildende sollten mit dem ersten Lohn beginnen, eine eiserne Reserve für unvorher­gesehene Ausgaben zu bilden. Dafür eignen sich Spar­- oder Tagesgeldkonten – auch wenn es kaum noch Zinsen dafür gibt.
  • Berufsausbildungsbeihilfe prüfen: Bei der Bundesagentur für Arbeit ist es möglich, Berufsausbildungsbeihilfe zu beantragen. Darin enthalten ist ein Zuschuss für Fahrtkosten und Miete. Erfüllen Auszubildende die Voraussetzungen, hängt es allerdings auch vom Einkommen der Eltern ab, ob und in welcher Höhe der Zuschuss bewilligt wird. Am besten vereinbart man einen Beratungstermin bei der Bundesagentur.
  • Risiken absichern: Zur finanziellen Absicherung ist auch für Azubis eine Berufsunfähigkeitsver­sicherung wichtig. Ein weiterer Baustein ist eine private Haft­pflichtversicherung, die vor Schadensersatzansprüchen schützt. Gut zu wissen: Auszubildende bleiben unter bestimmten Voraus­setzungen automatisch in der privaten Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.
  • Riester-Vertrag aussuchen: Auch Azubis können bereits von einem Riester-Vertrag profitieren. Wer unter 25 Jahre alt ist, kann sich bei Vertrags­ab­schluss zudem über einen einmaligen Bonus von 200 Euro freuen. Doch Achtung: Es gibt zahlreiche Anbieter und verschiedene Angebots­varianten, die man sorgfältig prüfen sollte.
  • Extra-Geld mit vermögenswirksamen Leistungen ansparen: Wer diese Finanzspritze nicht nutzt, verschenkt bares Geld. Je nach Ausbildungs­vertrag übernimmt der Chef einen Teil oder sogar die gesamte Sparrate von bis zu 40 Euro im Monat. Wie das gesparte Geld am besten angelegt wird, sollte man mit dem Bankberater besprechen. Langfristig besonders renditestark: Fondssparpläne mit Aktien.
  • Betriebliche Altersvorsorge nutzen: Auch wenn es noch weit weg ist: Für die Rente vorsorgen kann man nicht früh genug – auch mit einer betrieblichen Altersvorsorge. Bis zu vier Prozent der Beitrags-bemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung können durch so genannte „Entgeltumwandlung“ für eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Wichtig: Im Ausbildungs­betrieb nachfragen.

  • Mit dem richtigen Testament den Familienfrieden sichern

    09/2016 - Nur ein Testament stellt sicher, dass das Vermögen nach den eigenen Wünschen verteilt wird. Doch viele selbst verfasste Testamente sind unklar oder sogar unwirksam. Die Rechtsexperten der Stiftung Warentest haben deshalb alle Aspekte rund um das Testament zusammengetragen. Sie erläutern, worauf es beim Verfassen des letzten Willens ankommt, erklären, wie man Partner absichern und Streit unter den Erben vermeiden kann, zeigen Steuerspartipps auf und legen dar, wann ein Notar benötigt wird. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und auf www.test.de/testament.

    Wenn kein Testament vorliegt, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein. Sie ist nicht per se schlecht, verteilt das Erbe allerdings streng schematisch und passt nur selten zu den eigenen Familienverhältnissen. Wenn das Vermögen im eigenen Sinne verteilt werden soll, ist ein Testament notwendig. Die Hilfe eines Notars ist für die Aufsetzung nicht unbedingt notwendig, wichtig sind aber die richtige Form und eindeutige Formulierungen.

    Bevor das Testament aufgesetzt wird, sollte man sich einen genauen Überblick über das eigene Vermögen und die Verbindlichkeiten verschaffen. Dann überlegt man, wer etwas erhalten soll. Will man einen nahen Angehörigen oder den Ehepartner enterben, hat dieser trotzdem Anspruch auf den Pflichtteil. Doch auch dieser lässt sich weiter reduzieren.


    Reform des Pauschalreiserechts birgt unerwünschte Überraschungen

    08/2016 - Das Pauschalreiserecht soll ins digitale Zeitalter überführt werden. Bislang waren Urlauber, die ihre Reise über Vermittlungsplattformen im Internet gebucht hatten, nicht durch die Regelungen geschützt. Doch neben längst überfälligen Anpassungen bringt die geplante Reform auch gravierende Verschlechterungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert dies in einer aktuellen Stellungnahme.

    „Mit der geplanten Reform des Pauschalreiserechts verpasst der Gesetzgeber eine Chance für verbraucherfreundlichere Regelungen. Urlauber brauchen Planungssicherheit bei Pauschalreisen“, sagt Kerstin Hoppe, Reiserechtsexpertin beim vzbv. Mit den neuen Regelungen sind Preiserhöhungen bis zu acht Prozent bis 20 Tage vor Reiseantritt möglich, ebenso wie unwesentliche Änderungen des Vertrags bis zum Antritt der Reise. Dies gibt die EU-Richtlinie vor. Bisher gilt eine Viermonatsfrist und eine Preiserhöhung darf höchsten fünf Prozent betragen.

    Wesentliche Änderungen des Vertrags gelten als akzeptiert, wenn der Reisende nicht aktiv widerspricht. Das Schweigen des Urlaubers wird als Zustimmung gewertet. „Das ist eine inakzeptable Regelung zu Lasten der Verbraucher. Die Anbieter können wesentliche Änderungen auch kurzfristig vornehmen und die Preise über acht Prozent erhöhen. Sofern der Kunde schweigt, hat er die Änderung akzeptiert“, so Hoppe. In der Gesetzesreform fehlten außerdem ein Widerrufsrecht bei Buchungen im Internet, eine Erhöhung des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen sowie eine Insolvenzabsicherung bei Flugbuchungen. „Urlauber dürfen nicht auf möglichen Schäden sitzen bleiben“, sagt Kerstin Hoppe.


    Wo sich der Immobilienkauf lohnt

    08/2016 - Trotz steigender Immobilienpreise lohnt sich der Kauf von Haus oder Wohnung oft wegen der günstigen Finanzierung. Denn Kredite gibt es zu so niedrigen Zinsen wie nie und dieser Effekt wiegt den Preisanstieg oft mehr als auf. In begehrten Vierteln vieler Großstädte rechnet sich ein Kauf jedoch häufig weder für Selbstnutzer noch für Vermieter, weil die Angebote sehr teuer sind. Finanztest zeigt die Preise und Mieten von Wohnungen in 50 Städten und Kreisen. Außerdem veröffentlicht sie Preise und Mieten von Einfamilienhäusern. Die Daten stammen vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp), der seit 2003 knapp drei Millionen tatsächlich gezahlte Immobilienpreise ausgewertet hat. Veröffentlicht ist die Untersuchung Immobilienpreise in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und auf www.test.de/immobilienpreise.

    Ist man bei der Suche flexibel und wählt eine gute statt eine sehr gute Lage, lässt sich in Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Leipzig oder Osnabrück viel Geld sparen. In Hamburg zahlt man 30 bis 50 Prozent weniger, wenn die Lage gut statt sehr gut ist. In Bremen sind es 39 Prozent, in Düsseldorf gut 30 Prozent, wenn es keine Toplage sein muss.

    Beim Preisanstieg liegt Berlin vorne: So stark wie hier sind die Preise für Wohnungen und Häuser nirgends gestiegen. Für eine Wohnung in sehr guter Lage und Ausstattung sind die Preise zwischen 2011 und 2015 um über 44 Prozent gestiegen. Mieten statt kaufen kann hier attraktiver sein. Das gilt vor allem für Mieter, die seit Jahren in ihren Wohnungen wohnen. Selbst wenn die Miete seither erhöht wurde, liegt ihr Niveau in der Regel noch unter dem für Neuvertragsmieten. Sehr hoch sind die Preise in München. Für einen Quadratmeter einer Eigentumswohnung in sehr guter Lage und mit sehr guter Ausstattung waren erstmals im Schnitt mehr als 8.000 Euro zu zahlen.


    Ersparnisse auf Rekordniveau

    08/2016 - Bei anhaltend extrem niedrigen Zinsniveau hat das Geldvermögen der Bundesbürger Ende 2015 einen neuen Höchstwert erreicht: Mit 5,3 Billionen Euro lag es um knapp fünf Prozent höher als im Vorjahr. Das teilt der Bundesverband deutscher Banken in einer Pressemitteilung mit. Deutsche Sparer zeichnen sich demnach nach wie vor durch eine hohe Risiko-Aversion aus. Über 1,9 Billionen Euro horten sie auf Spar-, Sicht- und Terminkonten, die kaum noch Zinsen bringen. Auf etwas mehr als zwei Billionen Euro belaufen sich die Ansprüche an Lebensversicherungen, Pensionskassen und andere Altersvorsorgeeinrichtungen. Sie bilden den größten Anteil des Geldvermögens (siehe Grafik). Aktien summierten sich nur auf insgesamt 342 Milliarden Euro und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent gestiegen. Hier haben sich aber vor allem Kursgewinne ausgewirkt. Der Aktienanteil am gesamten Geldvermögen der privaten Haushalte hat sich mit gerade einmal gut sechs Prozent des Geldvermögens nicht verändert.


    Mit einem Plus von gut zehn Prozent ist auch Bargeld im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Dies könnte eine Folge der Niedrigzinspolitik sein, die dazu führt, dass Anleger allenfalls nur noch einen marginalen Zins für risikoarme Anlagen bekommen. Allerdings beträgt der Anteil des Bargeldes am gesamten Geldvermögen nur knapp drei Prozent.




    Brexit: Auswirkungen auf Verbraucher

    07/2016 - Die Mehrheit der Briten hat für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Erst in einigen Monaten oder Jahren wird sich zeigen, welche langfristigen rechtlichen Konsequenzen ein Brexit für deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher haben wird. Die geltenden Verbraucherschutzregelungen bleiben zunächst weiter bestehen. Darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hin. Verbraucher können sich danach bei Bestellungen oder Lieferungen aus Großbritannien weiterhin darauf berufen.

    Kurzfristig sollten sich Verbraucher sorgfältig informieren, wenn sie von Schwankungen des britischen Pfunds oder Investitionen in Aktienmärkte betroffen sind, die in den kommenden Tagen heftigen Ausschlägen ausgesetzt sein dürften.

    Die Verbraucherzentrale warnt in diesem Zusammenhang vor dubiosen Angeboten: „Die Brexit-Abstimmung bedeutet keine unmittelbare Änderung von Verbraucherrechten oder -gesetzen. Aber unsichere Zeiten bringen Hochkonjunktur für windige Abzocker. Vor einer Geldanlage beispielsweise sollte eine Verbraucherzentrale oder die Stiftung Warentest zu Rate gezogen werden“ ,sagt Klaus Müller Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).


    Berufsunfähigkeitsversicherung ist erste Wahl

    07/2016 - Für den Fall, dass durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall der Lebensunterhalt gefährdet ist, sollten Erwerbstätige abgesichert sein. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist die erste Wahl. Dahinter kommt die Erwerbsunfähigkeitspolice. Vier weitere Versicherungen bieten nur einen Teilschutz. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest. Die Stiftung Warentest hat Tarife sechs verschiedener Versicherungen für den Fall einer Invalidität getestet, zeigt die besten Angebote und sagt, für wen sie sinnvoll sein können. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online auf www.test.de/invaliditaetsschutz.

    Krebserkrankung, Herzinfarkt oder psychische Erkrankungen sind in der Regel k.o.-Kriterien für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Und für risikoreiche Berufe ist sie oft so teuer, dass nicht jeder sich den Schutz leisten kann. Eine Alternative können in diesen Fällen andere Invaliditätsversicherungen sein. Jeder fünfte Arbeitnehmer muss aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf vorzeitig aufgeben, gleichzeitig ist der gesetzliche Schutz gering – deswegen wird es immer wichtiger, sich für den Invaliditätsfall abzusichern.

    Im Test waren neben der Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung die Dread-Disease-(Schwere-Krankheiten-)Versicherung, Funktionsinvaliditäts-, Grundfähigkeits- und die Unfallversicherung. Der Schutz dieser Policen ist lückenhaft und die Leistungsvoraussetzungen hoch. Die Experten von Finanztest zeigen, ob und für wen sie sich trotzdem lohnen können. Obwohl die Stiftung Warentest feststellt, dass diese Produkte keine echte Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung darstellen: Besser als gar kein Schutz sind sie allemal.


    Immobilienkredite: VorzeitigerVorzeitigerVorzeitigerVorzeitiger Ausstieg teuer wie nie

    11/2016 - Ein früher Ausstieg aus einem Immobilienkredit ist derzeit so teuer wie nie. Für die vorzeitige Rückzahlung des Kredits verlangen Banken zurzeit Rekordsummen, oft 20 Prozent der Restschuld und mehr. Ein Grund für die extremen Bankforderungen sind die stark gesunkenen Zinsen am Kapitalmarkt. Zusätzlich kassieren viele Banken aber mehr an Vorfälligkeitsentschädigung, als ihnen nach der Rechtsprechung zusteht. Worauf Kunden achten müssen, die ihren Kredit vorzeitig ablösen wollen, erklärt Finanztest in der November-Ausgabe und online auf www.test.de/immobilienkredit-ausstieg

    Wer zurzeit wegen einer Scheidung oder anderen Umständen sein Haus oder seine Wohnung verkaufen muss und seinen Immobilienkredit vorzeitig zurückzahlen will, hat ein Problem. Denn für die vorzeitige Rückzahlung sollen Kunden teilweise mehr Entschädigung an die Bank leisten, als sie an Zinsen in der restlichen Kreditlaufzeit hätten zahlen müssen. Das liegt an den ins Minus gerutschten Renditen von Pfandbriefen. Denn die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet sich vor allem aus der Differenz zwischen den aktuellen Pfandbriefrenditen und dem Darlehenszins des Vertrags.

    Zusätzlich teuer wird der vorzeitige Ausstieg, weil viele Banken zum Nachteil der Kunden rechnen. Oft berücksichtigen sie Sondertilgungsrechte oder Tilgungssatzerhöhungen nicht. Oder sie ziehen zu niedrige Beträge für das Kreditrisiko ab, das sie im Vorfeld eingerechnet haben und das durch die Rückzahlung entfällt. Ein weiterer verbreiteter Fehler der Banken hängt mit dem Abrechnungszeitraum zusammen. Oft kalkuliert die Bank bereits vorab die Vorfälligkeitsentschädigung und behält sich eine Neuberechnung vor, falls sich die Zinsen am Kapitalmarkt bis zum Rückzahlungstermin ändern. Die Neuberechnung erfolgt aber oft nur in den Fällen, in denen die Bank eine höhere Entschädigung fordern kann. In den Fällen, in denen die Kunden profitieren würden, entfällt die Neuberechnung.


    Was bedeutet der Brexit für mein Geld?

    07/2016 - Das Referendum der Briten sorgt für Turbulenzen und Spekulationen. Wie es im United Kingdom aktuell weitergeht – unklar. Viele Deutsche sind verunsichert und fragen sich: Was bedeutet die Brexit-Entscheidung für mein Geld. Der Bundesverband deutscher Banken beantwortet die dringendsten Fragen in einer Pressemitteilung:

     

    Was ist, wenn ich ein Tagesgeld-Festgeld-Konto bei einer britischen Bank habe?
    Der Sparer würde durch die britische Einlagensicherung derzeit im Insolvenzfall einer Bank maximal 75.000 britische Pfund bekommen. Unabhängig ob dies nach tagesaktuellem Kurs mehr oder weniger als 100.000 Euro sind. Britische Banken, die in Deutschland tätig sind, sind häufig auch Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Das bedeutet, dass Ihre Einlagen in diesem Fall weit über den Betrag von 75.000 Britische Pfund hinaus gesichert sind.

     

    Und wenn ich ein Fremdwährungskonto habe?
    Da das Britische Pfund massiv verloren hat, würden Sie aktuell weniger für Ihr Geld bekommen, wenn Sie jetzt in Euro umtauschen. Das ist aber nur eine Momentaufnahme, die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Geldanlage in Fremdwährungen nicht ohne Risiko ist.

     

    Sind meine Spareinlagen in Deutschland weiterhin sicher?
    Ja. Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland gilt für Spareinlagen bis zu 100.000 Euro. Darüber hinaus greift der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken und die verschiedenen Institutssicherungen.

     

    Was, wenn ich in Aktien/Aktienfonds angelegt habe?
    Natürlich sind durch das Abstimmungsergebnis der Briten die Märkte in Aufruhr, werden sich aber hoffentlich schnell wieder beruhigen. Wie immer in volatilen Phasen ist es wichtig, dass Anleger Ruhe bewahren und nicht überstürzt handeln.

     

    Was bedeutet das für meine Kredite?
    Hier gibt es keine direkten Auswirkungen.

     

    Steigen jetzt die Zinsen wieder?
    Unwahrscheinlich. Die Inflationsrate ist aktuell niedrig und wird auch in den kommenden Monaten allenfalls geringfügig steigen. Eine Wende bei den Leitzinsen der EZB ist daher zurzeit nicht absehbar.

     

    Wenn ich jetzt Urlaub in Großbritannien geplant habe, wird alles billiger?
    Yes! Das Britische Pfund hat gegenüber dem Euro stark abgewertet. Das bedeutet für Urlauber, dass sie vor Ort mehr für ihren Euro bekommen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kaufkraft des Euro in UK mittelfristig entwickeln wird.



    Rückschritt beim Datenschutz verhindern

    06/2016 - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürchtet einen abnehmenden Datenschutz beim Scoring, der automatisierten Bewertung der Kreditwürdigkeit. Grund ist die Datenschutz-Grundverordnung der EU, die ab Frühsommer 2018 gilt. Sie sieht deutlich unbestimmter gefasste Regelungen rund um das Scoring vor als das aktuell gültige Bundesdatenschutzgesetz. Der vzbv fordert die Bundesregierung auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Datenschutzniveau zu erhalten. „Für das Scoring gelten in Deutschland sehr detaillierte Vorgaben, die für Rechtssicherheit sorgen. Davon profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher wie auch Unternehmen. Das Schutzniveau dürfen wir keinesfalls aufs Spiel setzen“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung verhindert zum Beispiel nicht, dass künftig auch finanzielle Forderungen, die ein Verbraucher bestritten hat, an Auskunfteien gemeldet und in den Scorewert einfließen können. Laut Datenschutz-Novelle ist das in Deutschland seit dem Jahr 2010 explizit verboten. Auch das Scoring allein auf Basis von Anschriften ist im Moment nicht erlaubt, wäre künftig aber möglich.


    Reiseversicherungen im Test

    06/2016 - Beim Test von 128 Tarifvarianten für Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen schnitt kein Tarif „sehr gut“ ab, es gab aber viele Angebote mit dem Urteil „Gut“. Unter die Lupe genommen haben die Tester Einzel- und Familientarife jeweils für eine Einzelreise und als Jahresverträge. Ein „guter“ Tarif für eine 1.500 Euro teure Reise ist schon ab 50 Euro zu haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest, veröffentlicht ist es auch auf www.test.de/reiseruecktritt

    Eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung kommt für die Kosten auf, die entstehen, wenn man eine Reise aus verschiedenen Gründen absagen, abbrechen oder sogar verlängern muss. Sie ist besonders sinnvoll für Frühbucher, Familien mit Kindern und Senioren. Für diejenigen, die mehr als einmal im Jahr verreisen, lohnen sich oft Jahresverträge.

    Empfehlenswert sind Kombiangebote aus Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen. Bei ihnen springt der Versicherer nicht nur ein, wenn Kunden ihre Reise vor Antritt stornieren, sondern auch, wenn sie sie abbrechen oder unterbrechen müssen. Einige Anbieter zahlen sogar den vollen Reisepreis aus, wenn ein Urlaub innerhalb der ersten Urlaubshälfte abgebrochen werden muss. Die Tester empfehlen, eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung abzuschließen. Denn gerade bei teuren Reisen oder einer mehrwöchigen Kreuzfahrt kann eine Selbstbeteiligung eine beträchtliche Summe ausmachen. Zwei Versicherer haben auf die Zunahme von Terroranschlägen reagiert und zahlen, wenn eine Reise aus diesem Grund nicht angetreten bzw. abgebrochen wird.


    Fahrrad statt Firmenwagen

    06/2016 - Langsam, aber sicher macht das Fahrrad dem Firmenwagen Konkurrenz. Bereits jeder sechste Deutsche wünscht sich ein Radleasingmodell als Alternative zum Autoleasing. Ein Leasingrad besitzen allerdings bisher erst zwei Prozent. Hier sollten Arbeitgeber nach Meinung der Deutschen noch aktiver werden, denn 16 Prozent empfinden Radleasing als eine gute Motivation, sich endlich mehr zu bewegen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der ROSE Bikes GmbH unter 1.181 Männern und Frauen zwischen 16 und 65 Jahren.

    Um das Radfahren zu fördern, wünschen sich 41 Prozent der Deutschen von ihrem Arbeitgeber in erster Linie mehr sichere Radunterstände für ihr Fahrrad. Im Städtevergleich scheint der Bedarf an "Radgaragen" in Hamburg am größten (Hamburg 42 Prozent, Berlin 36 Prozent und München 30 Prozent). In der Hansestadt wurden von den Befragten auch die meisten Raddiebstähle gezählt.

    Nicht minder wichtig sind den Deutschen aber auch Duschmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Mehr als jeder Dritte möchte nach dem Arbeitsweg zu Rad erfrischt am Schreibtisch sitzen. Genauso viele und vor allen Dingen Frauen (37 Prozent) würden sich von einem Bonuspunktemodell, bei dem eine Belohnung wie Gutscheine oder Fahrradzubehör für gefahrene Kilometer winkt, zu mehr Rad-Aktivität hinreißen lassen.

    Für einen lockereren Dresscode sprechen sich 27 Prozent der deutschen Arbeitnehmer aus und erhoffen sich komfortableres Biken ohne Anzughose in der Kette oder wehende Röcke.

    "Arbeitgeber können also schon mit kleinen Veränderungen viel dafür tun, dass ihre Mitarbeiter gesünder leben und sich mehr bewegen. Das motiviert Arbeitnehmer nicht nur draußen auf dem Fahrrad, sondern auch drinnen am Schreibtisch. Und gleichzeitig schonen deutsche Unternehmen so auch noch die Umwelt", freut sich Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von ROSE Bikes, über die positive Einstellung der deutschen Arbeitnehmer zum Thema Fahrradfahren.



    Scoring: Verbraucherzentrale mahnt mehr Datenschutz an

    05/2016 - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürchtet einen abnehmenden Datenschutz beim Scoring, der automatisierten Bewertung der Kreditwürdigkeit. Grund ist die Datenschutz-Grundverordnung der EU, die ab Frühsommer 2018 gilt. Sie sieht deutlich unbestimmter gefasste Regelungen rund um das Scoring vor als das aktuell gültige Bundesdatenschutzgesetz. Der vzbv fordert die Bundesregierung auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Datenschutzniveau zu erhalten.

    „Für das Scoring gelten in Deutschland sehr detaillierte Vorgaben, die für Rechtssicherheit sorgen. Davon profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher wie auch Unternehmen. Das Schutzniveau dürfen wir keinesfalls aufs Spiel setzen“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.
    Bundesregierung muss aktiv werden

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung verhindert zum Beispiel nicht, dass künftig auch finanzielle Forderungen, die ein Verbraucher bestritten hat, an Auskunfteien gemeldet und in den Scorewert einfließen können. Laut Datenschutz-Novelle ist das in Deutschland seit dem Jahr 2010 explizit verboten. Auch das Scoring allein auf Basis von Anschriften ist im Moment nicht erlaubt, wäre künftig aber möglich.


    Wohngebäudeversicherung: Preisunterschiede von mehr als 300 Prozent

    05/2016 - Vielen Hauseigentümern wird ihre Wohngebäudeversicherung gekündigt oder sie erhalten eine drastische Preiserhöhung. Der Vergleich von 97 Angeboten von 41 Versicherern durch die Zeitschrift "Finanztest" zeigt, wo es günstige Policen gibt und wie groß die Unterschiede der einzelnen Anbieter sind. Der Schutz für den Modell-Altbau kostet beim günstigsten Anbieter 238 Euro im Jahr, beim teuersten 809 Euro. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online auf www.test.de.

    Die Versicherer machen gewaltig Druck. Entweder der Kunde schluckt die Preiserhöhung oder er wird rausgeworfen. Da bleibt nur die Suche nach einem günstigeren Vertrag. Dass es diese Verträge gibt, belegt der Test. Von 97 Tarifen bieten 32 ein Leistungspaket, das die Stiftung Warentest empfiehlt. Hausbesitzer sollten vor allem auf die Leistungen achten. Wichtig für jeden ist, dass der Versicherer auch bei grober Fahrlässigkeit leistet – zum Beispiel, wenn das Haus abbrennt, weil eine Kerze unbeaufsichtigt blieb. Auch Aufräum- und Abbruchkosten und die Entsorgung von Erdreich, das nach einem Brand verseucht wurde, sollte der Tarif abdecken. Eigentümer, deren Haus eine Solaranlage hat, sollten diese versichern. Ähnliches gilt für Garagen, Carports und Grundstücksmauern. Stehen viele Bäume auf dem Grundstück, kann die Entsorgung teuer werden, wenn sie von einem Sturm umgeknickt wurden. Finanztest listet auf, welche Tarife solche Zusatzleistungen bieten.


    Elektroauto-Kaufprämie für Verbraucher kein Thema

    05/2016 - Jeder siebte Verbraucher in Deutschland zieht bei seiner nächsten PKW-Anschaffung den Kauf eines Elektroautos in Betracht. Für 54 Prozent dieser Interessenten sind Kaufprämien und steuerliche Vergünstigungen jedoch kein Grund für die Wahl eines Elektroautos. Entscheidend sind hingegen Umweltaspekte und geringere Unterhaltskosten im Vergleich zu PKW mit Benzin- oder Dieselmotoren. Das sind die aktuellen Ergebnisse des GfK Global Green Index, die auf einer Befragung von Anfang April basieren.

    Für drei von vier der befragten Verbraucher, die den Kauf eines Elektroautos in Erwägung ziehen, ist der positive Beitrag zum Umweltschutz ausschlaggebend. Das geräuscharme Fahren und der damit verbundene Komfort sind weitere Gründe. Wichtig sind zudem geringe Verbrauchskosten durch die Einsparung von Benzin (72 Prozent). Emotionale Aspekte wie hoher Fahrspaß wurden hingegen nur von 6 Prozent der Befragten als Grund für ein Elektroauto genannt. „Emotionale Aspekte von Elektroautos sind offensichtlich noch nicht im Bewusstsein der Verbraucher angekommen“, kommentiert Bettina Saffer, Automobilexpertin bei GfK die Ergebnisse. „Diese sind jedoch entscheidend wenn es um den Kauf eines Autos geht.“



    Sicherheitssoftware im Test

    04/2016 - Viren, Phishing-Attacken und Erpresserprogramme aus dem Internet haben gegen viele Sicherheitsprogramme kaum eine Chance. Das ergibt ein aktueller Test der Stiftung Warentest. Dabei mussten die Softwarepakete 17.600 Viren, Würmer und Trojaner abwehren. Die besten Programme parierten die meisten der Angriffe und erkannten auch das aktuelle Schadprogramm Locky. Locky und ähnliche Erpresser-Programme waren im Februar in tausende Rechner in Deutschland eingedrungen und hatten auch die Netzwerke mehrerer Krankenhäuser befallen. Diese mussten daraufhin abgeschaltet werden.

    Für den Schutz des Computers sorgen im Wesentlichen drei Komponenten: Wächter, Firewall und Scanner. Der Wächter läuft beim Surfen im Internet immer mit und sucht etwa beim Öffnen von Dateien nach bekannten Schädlingen. Findet er etwas, kann er den Eindringling bekämpfen und löschen. Die Firewall wiederum prüft, ob Programme die Erlaubnis besitzen, Kontakt mit dem Internet aufzunehmen. Verdächtige Anfragen aus dem Internet kann sie ablehnen. Die dritte Komponente, der Scanner, arbeitet nur von Zeit zu Zeit. Dann durchkämmt er alle Bilder, Dokumente und Archive auf dem Rechner und sucht nach Schädlingen, die der Wächter übersehen hat. Durch Nachfragen beim Webserver erkennt der Scanner im Zweifel sogar neue Schädlinge, von denen das Schutzprogramm noch kein Muster hat.

    100-prozentigen Schutz vor Eindringlingen bieten die Sicherheitspakete jedoch nicht. Der Nutzer muss weiterhin mitdenken. Nur wer mit hohen Sicherheitseinstellungen surft, kritisch bleibt und nicht blind auf E-Mail-Anhänge klickt, hat gute Chance auf Sicherheit.

    Der ausführliche Test ist in der April-Ausgabe der Zeitschrift test erschienen und online unter www.test.de/internetsicherheit abrufbar.


    Jedes fünfte getestete Haushaltsgerät verbraucht mehr Strom als angegeben

    04/2016 - Eine Untersuchung zum Stromverbrauch von Haushaltsgeräten im Auftrag von 16 Umwelt- und Verbraucherverbänden aus Deutschland und anderen EU-Staaten hat ergeben, dass jedes fünfte getestete Gerät mehr Energie benötigte als auf der Verpackung angegeben. Demnach hielten 18 von 100 getesteten Produkten nicht die EU-Effizienzvorgaben ein. Bei der Untersuchung im Rahmen des EU-geförderten Projekts „MarktChecker“, das in Deutschland vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) durchgeführt wird, waren 20 Haushaltsgerätegruppen wie Kühlschränke, Lampen und Staubsauger getestet worden.

    Die Stichprobe macht deutlich, dass viele Hersteller gesetzliche Vorgaben zum Energieverbrauch missachten oder umgehen. Einige der getesteten Haushaltsgeräte benötigten bis zu 30 Prozent mehr Strom als von den Herstellern angegeben. „Gesetzliche Vorgaben für die Energieverbrauchskennzeichnung und das Ökodesign sind für Verbraucher wichtige Hilfen beim Kauf. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen dafür sorgen, dass diese Vorgaben überprüft und eingehalten werden. Dafür ist es wichtig, den zuständigen Marktüberwachungsbehörden ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen“, so Johanna Kardel, Referentin im Team Energie und Bauen im vzbv. Nach Angaben von vzbv und BUND gingen EU-weit privaten Haushalten durch nichtkonforme Produkte oder falsche Kennzeichnung Jahr für Jahr mehr als zehn Milliarden Euro an möglichen Einsparungen verloren.


    Neuerungen im KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“

    04/2016 - Zum 01.04.2016 erneuert die KfW ihr Programm „Energieeffizient Bauen“. Neben den weiter bestehenden Standards KfW-Effizienzhaus 55 und 40 wird der neue Standard KfW-Effizienzhaus 40 Plus eingeführt: Damit werden Gebäude gefördert, die Energie erzeugen sowie speichern und so den verbleibenden, sehr geringen Energiebedarf überwiegend selbst decken können. Außerdem bietet die KfW ein vereinfachtes Nachweisverfahren für das KfW-Effizienzhaus 55 an.

    Aufgrund der energetisch strengeren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), entspricht das seit 2009 von der KfW geförderte Effizienzhaus 70 annähernd den gesetzlichen Mindestanforderungen bei Wohnungsneubauten. Da es so keinen zusätzlichen Anreiz gibt, läuft die Förderung dieses Standards im Programm „Energieeffizient Bauen“ zum 31.03.2016 aus.


    Facebook muss 100.000 Euro Ordnungsgeld zahlen

    03/2016 - Das Landgericht Berlin hat einem Antrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) stattgegeben und das soziale Netzwerk Facebook zur Zahlung eines Ordnungsgelds von 100.000 Euro verurteilt. Das Unternehmen habe seine umstrittene IP-Lizenz-Klausel trotz rechtskräftiger Verurteilung durch das Kammergericht Berlin nicht ausreichend geändert. Der Betrag muss an die Staatskasse gezahlt werden. Der Beschluss des Landgerichts Berlin zur Zahlung des Ordnungsgelds ist noch nicht rechtskräftig (Az. 16 O 551/10). „Facebook versucht sehr beharrlich, Verbraucherrechte in Deutschland und Europa zu umgehen. Ein Ordnungsgeld von 100.000 Euro ist ein deutliches Signal", so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. "Unternehmen müssen gerichtliche Entscheidungen umsetzen und können sie nicht einfach aussitzen. Eine AGB-Klausel wird nicht dadurch besser, dass Facebook ein paar Worte ändert. Auch mit der geänderten Urheberrechtsklausel räumt sich das Unternehmen weitgehende Nutzungsrechte für Inhalte seiner Nutzer ein.“



    Eigenheimfinanzierung: Zinsunterschiede bis zu 80 Prozent

    03/2016 -Zinsunterschiede bis zu 80 Prozent fand die Stiftung Warentest bei einem Vergleich von Immobilienkrediten von Banken, Versicherern, Vermittlern und Bausparkassen. Im Modellfall für einen 360 000 Euro-Kredit mit 15 Jahren Zinsbindung summiert sich der Unterschied auf bis zu 66 500 Euro. Kredite gibt es bereits ab 0,5 Prozent.

    Finanztest fand zahlreiche supergünstige Angebote: Käufer eines energetisch sanierten Altbaus zahlen bei den günstigsten Anbietern in Verbindung mit einem Förderkredit der KfW gerade einmal 0,5 Prozent Zinsen im Jahr für eine Finanzierung mit 10 Jahren Zinsbindung. Man kann sich niedrige Zinsen auch für die volle Laufzeit von 20 Jahren und länger sichern. Kombikredite von Bausparkassen sind bei vergleichbaren Laufzeiten oft genauso gut wie Top-Angebote von Banken und Vermittlern.

    Bei der Suche nach dem passenden Kreditgeber können Kreditvermittler oder auch vermittelnde Banken helfen. Diese greifen über Onlineplattformen auf die Konditionen einiger Dutzend Banken zu und können so für fast jeden Kreditwunsch ein günstiges Angebot herausfiltern. Für den Kunden kann ein Kreditabschluss über einen Vermittler manchmal sogar günstiger sein als ein direkter Abschluss bei der finanzierenden Bank. Es lohnt sich immer, mehrere Anbieter zu vergleichen.


    Frühjahrsputz im Aktenordner: Was kann weg, was nicht?

    03/2016 - Zum alljährlichen Frühjahrsputz gehört für viele, nicht nur den Staubwedel zu schwingen, sondern auch im privaten Aktenordner klar Schiff zu machen. Vor allem, weil bald die Steuererklärung abgegeben werden muss. Doch Vorsicht vor allzu großem Übereifer! Nicht alle alten Dokumente dürfen in den Schredder wandern. Für bestimmte Papiere gelten Aufbewahrungsfristen. Darauf weist der Bundesverband deutscher Banken e.V. in einer Pressemitteilung hin.

    Kontoauszüge gehören zum Beispiel nicht ungesehen in den Papiermüll. Im Streitfall könnten sie helfen, zu beweisen, dass man eine bestimmte Rechnung (Miete, Versicherungsbeitrag) tatsächlich auch bezahlt haben. Wenn man den Kassenzettel einer größeren Anschaffung, beispielsweise eines Fernsehers, nicht mehr griffbereit haben, könnte man dem Elektronikmarkt den Kauf über den Kontoauszug nachweisen – sollte ein Garantiefall eintreten. Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass Kontoauszüge frühestens nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist entsorgt werden. Diese Frist gelte für Alltagsgeschäfte.

    Allerdings: Gesetzlich verpflichtet sind Privatpersonen nicht, die Zahlungsbelege aufzubewahren. Ausnahme: Es handelt sich um Handwerker- oder Dienstleistungen rund um ein Grundstück. Diese Belege müssen zwei Jahre archiviert werden. Auch Arztrechnungen sollten so lange aufgehoben werden. Wichtig: Wenn man einen Gärtner oder eine Reinigungskraft beschäftigt, und diesen steuerlich im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistung absetzen will, dann müssen die Kontoauszüge so lange aufbewahrt werden, bis der Steuerbescheid eingeht und die Einspruchsfrist abgelaufen ist.

    Wer Kontoauszüge versehentlich wegwirft, muss sich nicht ärgern. Wer Online Banking betreibt, kann sich die Kontoauszüge oft für mehrere Jahre rückwirkend ausdrucken. Viele Banken bieten an, Kontoauszüge digital in einem Online-Postfach zu speichern. Es besteht aber immer auch die Möglichkeit, die Bank um einen Ausdruck zu bitten, denn diese muss die Belege mindestens 10 Jahre vorhalten. Eine solche Extra-Dienstleistung muss dann allerdings auch bezahlt werden.



    Qualität von Finanzberatungen unzureichend

    02/2016 - Die Stiftung Warentest hat am 19. Januar 2016 eine Untersuchung zur Qualität der Anlageberatung in Deutschland vorgestellt: Danach beraten nur drei von 23 Banken gut, keine einzige sehr gut. Diese Ergebnisse untermaueren die Erkenntnisse des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentralen, schreibt der Verbraucherzentrale Bundesverband in einer Pressemitteilung. Der Gesetzgeber sei gefordert, Produktverkauf und Finanzberatung klar zu trennen.

    Auch nach einer im Dezember 2015 veröffentlichten Studie des Projekts waren 95 Prozent der bewerteten Anlagevorschläge von Banken und Finanzvertrieben, die Verbraucher mit in die Altersvorsorgeberatung der Verbraucherzentralen gebracht hatten, nicht im besten Kundeninteresse. Die Erhebung der Stiftung Warentest zeige nun, dass insgesamt nur drei von 23 Banken gut beraten, keine einzige sehr gut.

    „Private Altersvorsorge und Vermögensaufbau scheitern oft an der schlechten Beratungsqualität“, so Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzmarkt beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zu den Ergebnissen der Stiftung Warentest. „Die Beratung muss endlich so organisiert werden, dass Verbraucher die Empfehlungen erhalten, die zu ihrem Bedarf passen.“ Deshalb gebe es Handlungsbedarf: „Der Gesetzgeber ist gefordert, Produktverkauf und Finanzberatung klar zu trennen. Hierzu ist es erforderlich, Provisionen in der Finanzberatung abzuschaffen.“ Die Stiftung Warentest hat 160 verdeckte Testberatungen zu Anlageprodukten bei Banken und Sparkassen durchgeführt. Im Ergebnis beraten nur drei von 23 Banken gut, keine einzige sehr gut. Damit fällt auch dieses Urteil bedenklich aus. Bereits Ende 2015 hatte eine nicht-repräsentative Auswertung des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentralen die individuelle Eignung von Anlageprodukten und Anlageempfehlungen untersucht und war zu überwiegend negativen Ergebnissen gekommen. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest fallen im Detail zwar besser aus als das Urteil im Rahmen der Marktwächteruntersuchung. Sie stützen dennoch das Fazit, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher nicht auf die Qualität der Beratung in Kreditinstituten verlassen können.



    Ältere Autofahrer werden zur Kasse gebeten

    02/2016 -Auch wer ein Leben lang unfallfrei gefahren ist, muss im Alter für die Kfz-Versicherung happige Zuschläge zahlen. Wer über 75 Jahre alt ist, zahlt fast die Hälfte mehr als ein 55-Jähriger – für denselben Versicherungsschutz bei sonst gleichen Voraussetzungen. Und einige Versicherungen nehmen ältere Kunden in manchen Tarifen gar nicht erst an. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Februar-Ausgabe und gibt Tipps, wie man trotz des Zuschlags Geld sparen kann.

    Bei der Allsecur würde der 75-jährige Modellkunde im Komforttarif für seinen Audi 558 Euro im Jahr zahlen. Wäre er 55 Jahre alt, wären es nur 329 Euro. Im Durchschnitt kosten die von Finanztest untersuchten Tarife ab 75 Jahren 47 Prozent mehr als bei 55-Jährigen, ab 80 Jahren steigen die Preise sogar im Schnitt um 76 Prozent. Viele Betroffene fühlen sich diskriminiert und sehen einen Gesetzesverstoß. Doch das Antidiskriminierungsgesetz macht dann eine Ausnahme, wenn für eine unterschiedliche Behandlung wegen des Alters ein sachlicher Grund vorliegt. Diesen begründen die Versicherer mit steigenden Schäden, die ältere Fahrer verursachen würden.

    Oft spart man mehr als 100 Euro, wenn man den Autoversicherer wechselt, was in der Regel zum Jahresende möglich ist. Falls ein jüngerer Partner vorhanden ist, kann man das Auto über ihn versichern. Er kann dann den gemeinsam erfahrenen Schadenfreiheitsrabatt übernehmen. Es kann sich auch lohnen, den laufenden Vertrag zu checken: Ist die Jahreskilometerleistung noch korrekt? Kommt ein Werkstatttarif infrage? Preisgünstige Tarife für den individuellen Bedarf kann man im Internet unter www.test.de/kfz-analyse ermitteln.


    IBAN – jetzt wird’s ernst

    02/2016 - Ab 1. Februar müssen alle die IBAN benutzen! Bereits seit August 2014 mussten Unternehmen, Behörden und Vereine umstellen. Privatpersonen durften noch fast zwei Jahre länger mit altbekannten Kontonummern und Bankleitzahlen Überweisungen tätigen. Damit ist jetzt allerdings endgültig Schluss. Auf den Online-Banking-Seiten der Banken kann nur noch die 22-stellige IBAN eingetragen werden. Das Gleiche gilt für die Terminals in den Filialen. Auch wer Überweisungen in Papierform einsetzt, kann nur noch die IBAN verwenden.

    Doch die lange Zahl ist kein Grund zum Verzweifeln. Meist sind Zahlscheine an Rechnungen schon vorab ausgefüllt. Wenn nicht, muss die IBAN des Begünstigten einfach nur von der Rechnung übertragen werden. Da ist es hilfreich, wenn Handwerksbetriebe, Händler oder Unternehmen die IBAN übersichtlich unterteilen, damit der Überweisende die neue Kontonummer leichter abschreiben kann.

    Seine eigene IBAN kann man sich leicht einprägen. Sie setzt sich aus der Länderkennung DE (für Deutschland), der zweistelligen Prüfzahl und der altbekannten Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Außerdem ist die IBAN auf den neuen Bankkarten (girocard) aufgedruckt.

    Wer die eigene IBAN nicht parat hat oder vor einer Überweisung nur eine alte Kontonummer im Kopf hat, der kann auf die IBAN-Konverter (Umrechner) der Banken zurückgreifen, die viele Institute weiter auf ihren Internetseiten anbieten.



    Frohes neues Jahr!

    01/2016 - Das Team der Steuerberatungskanzlei Huesmann & Pfingstmann wünscht allen Mandanten, Kunden, Geschäftspartnern und Freunden Glück, Gesundheit und gute Geschäfte in 2016!


    Auch 2016 bleiben Verbraucher Zahlmeister der Energiewende

    01/2016 - Ende 2015 verabschiedete die Bundesregierung zahlreiche weitere Vorhaben zur Energiewende. Das Ziel: die erfolgreiche Umstellung auf erneuerbare Energien bei gleichzeitig bezahlbaren Strompreisen. Zwei Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher bezweifeln allerdings, dass das gelingen wird. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Auch der vzbv kritisiert die unnötig hohen Kosten der geplanten Maßnahmen und deren Umlage auf die Stromkunden.

    Strommarkt, Digitalisierung, Kraft-Wärme-Kopplung: Die Liste der laufenden Gesetzgebungsverfahren zur Energiewende ist lang. Die Interessen der Verbraucher kommen jedoch weiterhin zu kurz. „Die Beschlüsse der Bundesregierung gehen zu Lasten der Verbraucher. Solange die Kosten auf die Stromkunden umgelegt werden können, ist die Bundesregierung großzügig und bedient die unterschiedlichsten Interessen, von Kohlekraftwerken bis hin zu Erdkabeln“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. So kommen allein durch die Ausweitung der KWK-Förderung und die Einführung der Braunkohlereserve jährliche Mehrkosten in Milliardenhöhe auf die Stromkunden zu. „Die Bundesregierung muss einsehen, dass die Energiewende nur dann gelingen kann, wenn sie fairer nach dem Prinzip der Leistungsfähigkeit finanziert wird“, so Müller.


    Gute Zinsen nur bei Onlinebanken

    01/2016 - Bei Onlinebanken gibt es im günstigsten Fall rund 1 Prozent für Tagesgeld und fast 2 Prozent, wenn Anleger ihr Geld für ein paar Jahre festlegen. Bei den meisten Filialbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken gibt es hingegen so gut wie keine Zinsen, auch wenn die Angebote Topzins, Superzins oder Extrazins heißen. Das berichtet die Zeitschrift Finanztest und bietet in ihrer Januar-Ausgabe einen großen Zinsvergleich mit Tages- und Festgeldangeboten von mehr als 120 Banken.

    Fast alle attraktiven Zinsangebote stammen von ausländischen Onlinebanken. Einen Tagesgeldzins von 1 Prozent oder knapp darüber bieten die Leaseplan Bank, die Renault Bank direkt und die Yapi Kredi Bank. Die insgesamt besten Konditionen für Laufzeiten von ein bis vier Jahren hat zurzeit eine französische Onlinebank.

    Finanztest achtet bei Zinsangeboten besonders auf die Sicherheit. Da die viel diskutierte gemeinsame EU-Einlagensicherung erst in ein paar Jahren spruchreif sein wird, kommt es heute auf die nationale Einlagensicherung an. Finanztest nimmt in seinen Zinstest nur Banken auf, hinter denen eine starke Wirtschaft mit leistungsfähiger Sicherungseinrichtung steht. Das ist bei Banken aus Österreich, Luxemburg, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden der Fall. Dagegen rät Finanztest von den gut verzinsten Festgeldern griechischer oder lettischer Banken ab. Gleiches gilt für Zinsangebote aus Bulgarien, Kroatien und Malta, die Anleger auf Zinsplattformen wie Savedo, Weltsparen oder Zinspilot finden.



    Selbstgebaute Altersvorsorge oft besser als Sofortrente und Bankauszahlpläne

    01/2016 - Wer während seines Berufslebens Geld auf die Seite gelegt hat, kann sich aus dem Ersparten ein regelmäßiges Zusatzeinkommen auszahlen und so die Rente aufbessern. Das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip hat verschiedene Wege untersucht, wie man sich sein Vermögen über viele Jahre auszahlen lassen kann. Das Ergebnis: Am besten sind selbstgebaute Mischungen aus Tagesgeld, Festgeld und Aktien-Indexfonds, sogenannte ETFs. Sofortrenten eines Lebensversicherungsunternehmens lohnen sich nur als Wette auf ein langes Leben - dann aber können sie andere Kombinationen schlagen.

    Die Finanztip-Experten haben drei verschiedene Auszahlarten untersucht: die Sofortrente, Bankauszahlpläne und Fondsauszahlpläne. "Leider gibt es bei den Angeboten zum Auszahlen von Vermögen kaum empfehlenswerte Produkte", erklärt Manuel Kayl, Experte für Geldanlage bei Finanztip. Er macht dafür vor allem zwei Gründe verantwortlich: mangelnde Konkurrenz und die anhaltende Niedrigzinsphase. Mit ein bisschen Eigeninitiative können sich Verbraucher aber auch im Alter eine sichere und renditestarke Geldanlage zusammenstellen.

    Sofortrente nur zur finanziellen Absicherung

    In Deutschland sind Sofortrenten beliebt: Allein im Jahr 2014 haben die Bundesbürger laut Jahrbuch des Versicherungsverbands GDV über 29 Milliarden Euro an Einmalbeiträgen in Lebensversicherungen eingezahlt. Ein Großteil davon entfällt auf die sogenannte Leibrente gegen Einmalzahlung. Verbraucher zahlen einmalig einen hohen Betrag ein und erhalten bis an ihr Lebensende regelmäßige Auszahlungen. Diese setzen sich wie bei einer klassischen Lebensversicherung aus einem garantierten Anteil und erwirtschafteten Überschüssen zusammen. "Damit sich eine Sofortrente lohnt, müssen Verbraucher aber sehr alt werden. Selbst bei günstigen Produkten wie der Sofortrente vom Direktversicherer Huk24 bekommen Kunden erst nach mehr als 23 Jahren ihre Einzahlung garantiert wieder heraus - noch ohne Zinsen", rechnet Kayl vor. Finanztip empfiehlt eine Sofortrente daher nur Verbrauchern, die eine finanzielle Absicherung bis ans Lebensende wünschen und die davon ausgehen, sehr alt zu werden. Von den 33 untersuchten Tarifen empfiehlt Finanztip die Anbieter Hannoversche, Condor sowie R+V.

    Besser Tagesgeld und Festgeld anstatt Bankauszahlplan

    Eine andere Möglichkeit zur Auszahlung ist ein Bankauszahlplan: Aus der eingezahlten Summe überweist die Bank regelmäßig einen festgelegten Betrag, bis das Kapital verbraucht ist. Derzeit zahlen die Banken den Kunden jedoch kaum Zinsen. Selbst für zehnjährige Banksparpläne liegen die Zinsen von sicheren Geldhäusern deutlich unter 1 Prozent pro Jahr. Bei der Hannoverschen erhalten Kunden für einen solchen Auszahlplan eine effektive Verzinsung von jährlich etwa 0,7 Prozent pro Jahr.

    Mehr Rendite gibt es bei selbst gebauten Auszahlplänen mit guten Tagesgeld- und Festgeldkonten. Die Leaseplan Bank zahlt für Tagesgeld 1,05 Prozent pro Jahr und Moneyou 0,95 Prozent pro Jahr. Bei Festgeld bietet ebenfalls Leaseplan 1,4 Prozent für ein Jahr und Crédit Agricole 1,5 Prozent pro Jahr für zwei Jahre. "Bei vielen Tagesgeldanbietern kann man sich zudem per Dauerauftrag regelmäßig Geld auszahlen lassen", sagt Kayl.

    Indexfonds bringen auch im Alter Rendite

    Finanztip rät, auch im Alter zusätzlich in renditestarke Aktienfonds zu investieren. Die Wertschwankungen, denen die Fonds unterliegen, gleichen sich über viele Jahre oft aus. Die Experten empfehlen börsengehandelte Indexfonds auf den MSCI World. Solche ETFs sind günstig, flexibel und transparent. Empfehlenswert sind die Fonds von Comstage (ISIN LU0392494562), von Amundi (ISIN FR0010756098), db x-trackers (ISIN LU0274208692) und iShares (ISIN IE00B4L5Y983). Spezielle Auszahlpläne für diese Fonds bieten allerdings vornehmlich Depotbanken an, bei denen Verbraucher nur über spezielle Vermittler ein Konto eröffnen können.

    Als Alternative empfehlen die Finanztip-Experten, sich einen eigenen Auszahlplan zu bauen. Dazu benötigen Anleger nur ein günstiges Wertpapierdepot wie das von Flatex. Sie können dann beispielsweise einmal im Vierteljahr eine Verkaufsorder aufgeben und so ihr Einkommen aufbessern. Die Kosten für den selbstgemachten Fondsauszahlplan sind dann vergleichbar mit denen der Fondsvermittler.

    Mit Finanztip-Tool die richtige Auszahlhöhe festlegen

    Finanztip hat einen einfachen Online-Rechner entwickelt, mit dem Verbraucher die Höhe ihrer regelmäßigen Entnahmen bestimmen können. Dazu gibt der Kunde Anfangssumme, gewünschte monatliche Auszahlung und erwartete Rendite ein. Der Rechner ermittelt dann, wie lange das Kapital ausreicht. Eine monatliche Entnahme von 300 Euro reicht bei einem Startkapital von 50.000 Euro und einer Rendite von 4 Prozent pro Jahr beispielsweise gut 20 Jahre. Bei 2 Prozent Rendite reicht die Anfangssumme hingegen nur knapp über 16 Jahre. Die Finanztip-Experten empfehlen deshalb, die Auszahlungen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. So können Verbraucher die ideale Kombination aus Tagesgeld, Festgeld und Indexfonds bestimmen.